Bild 3 Die aragonesische Herrschaft (14.-18.Jh)

1297 wurde König Jaime II von Aragon vom damaligen Papst Bonifaz IV mit dem "Regnum Sardiniae" belehnt. Aragonier strömten auf die Insel und vertrieben die Pisaner und Genuesen. Was folgte waren 400 Jahre grausamste Willkürherrschaft.

Das Hauptproblem der Sarden war, daß sie untereinander zerstritten waren und seit eh und je kein Bestreben nach sozialer Einheit bestand. Das uralte sardische Sprichwort "Kèntu kónkas, kèntu berrittas" (Hundert Köpfe, hundert Meinungen) steht seit jeher für das innersardische Problem der Uneinigkeit.

Im Kampf um Gleichberechtigung und Unabhängigkeit tat sich besonders die Richterin Eleonora di Arborea hervor. Sie verfasste hierzu ein umfassendes Gesetzeswerk, die "Carta de logu" und schaffte es die verschiedenen Gruppen zu vereinen und für 20 Jahre zum Kampf gegen die Aragonesen zu mobilisieren.