Bild9 Die große Emigrationswelle (20. Jh)

Nach dem Scheitern der Industrialisierung und dem Niedergang der Landwirtschaft trieb die Inflation und die hohe Arbeitslosigkeit viele Sarden in die Emigration.

Bis 1975 emigrierten über 400.000, meist junge Menschen nach Norditalien, Mitteleuropa und Amerika um dort eine bessere Zukunft zu finden. Das waren damals rund 25% der Gesamtbevölkerung. Zurück blieben hauptsächlich alte Menschen. Über den Schmerz, die geliebte Heimat verlassen zu müssen und seine Wurzeln aufgegeben zu haben handeln die meisten sardischen Gedichte, die über diese Zeit erzählen.